
Thermoholz-Terrasse: Aufbau, Unterkonstruktion und Montage
Auf einen Blick
- Belag
- Thermoholz Kiefer aus dem Schwarzwald
- Befestigung
- Verdeckt, keine sichtbaren Schrauben
- Unterkonstruktion
- Belüftet, im Leistungsumfang
- Montage
- Durch uns, nicht durch Dritte
- Ergänzungen
- Sichtschutz und Lamellenwände
- Grundlage
- Aufmaß vor Ort
Wir liefern keine Dielen, wir bauen die Terrasse. Das schließt den Unterbau ein, die verdeckte Befestigung und die Montage vor Ort — und die Verantwortung dafür, dass beides zusammenpasst.
Kurz erklärt
Baut GENA die Terrasse komplett?
Ja. Unterkonstruktion, Belag, verdeckte Befestigung und Montage gehören zum Leistungsumfang, dazu auf Wunsch Sichtschutz und Lamellenwände aus demselben Material. Wir liefern nicht nur das Holz und überlassen den Rest einem anderen Gewerk.
Warum keine Terrassenclips?
Weil Thermoholz spröder ist als unbehandeltes Holz und punktuelle Krafteinwirkung schlecht verträgt. Wir fräsen deshalb direkt eine Nut in die Diele und arbeiten mit indirekten Haltern, die verdeckt verschraubt werden — nichts muss ins Holz eingeschlagen oder eingetrieben werden. So bleiben die Spannungen im Belag gering, und die Verschraubung hält dauerhaft. Das ist aufwendiger als eine Clipmontage und einer der Gründe, warum wir die Montage selbst ausführen.
Der Aufbau, von unten nach oben
Eine Holzterrasse hält so lange, wie ihr Unterbau trocken bleibt. Deshalb beginnt die Planung nicht beim Belag, sondern beim Untergrund: Wie tragfähig ist er, wohin läuft das Wasser, wie viel Aufbauhöhe steht zur Verfügung, und wie kommt Luft unter die Fläche.
Darauf folgt die Unterkonstruktion. Sie nimmt die Lasten auf, stellt das Gefälle her und hält den Belag so weit vom Boden entfernt, dass er nach jedem Regen wieder abtrocknen kann. Wo Belüftung fehlt, verliert auch der beste Belag seine Lebensdauer — das ist der häufigste Grund für Terrassenschäden, und er hat nichts mit der Holzart zu tun.
Erst dann kommt der Belag: Thermoholz-Dielen aus unserer eigenen Produktion, verdeckt befestigt, mit Fugen, die der Bewegung des Materials Raum lassen. Zum Schluss die Anschlüsse — an Türschwellen, Stufen, Entwässerung und angrenzende Bauteile. Sie entscheiden darüber, ob eine Terrasse sauber wirkt oder zusammengesetzt.
- Untergrund prüfen, Gefälle und Entwässerung festlegen
- Belüftete, tragfähige Unterkonstruktion
- Thermoholz-Dielen, verdeckt und vorgebohrt verschraubt
- Fugenbild passend zur Materialbewegung
- Saubere Anschlüsse an Schwellen, Stufen und Bestand
Verdeckte Befestigung
Auf der fertigen Fläche ist kein Schraubenkopf zu sehen. Wir fräsen eine Nut direkt in die Diele und arbeiten mit innenliegenden Edelstahlhaltern, verdeckten Gewindeverbindungen und massiven Verdübelungen — indirekt verschraubt statt eingetrieben.
Eine verdeckte Befestigung ist zuerst eine Frage der Optik: eine ruhige, ungestörte Fläche statt einer Rasterung aus Schraubenpunkten. Es ist aber vor allem eine Frage der Haltbarkeit. Jeder Schraubenkopf auf der Oberseite ist eine Stelle, an der Wasser stehen bleibt und ins Holz zieht. Was man nicht sieht, kann auch nicht als Eintrittspunkt dienen.
Der Halter sitzt in der gefrästen Nut und wird in den Balken verschraubt — nichts wird ins Holz getrieben.
Vorgebohrt, schräg in den Balken — keine Schraube auf der Sichtfläche.
Sichtschutz und Lamellenwände
Eine Terrasse wird selten allein genutzt. Sichtschutzelemente und Lamellenwände aus demselben Thermoholz fassen die Fläche ein, ohne dass ein zweites Material ins Spiel kommt — gleiche Holzart, gleiche Veredelung, gleicher Alterungsverlauf.
Wer möchte, ergänzt Outdoor-Möbel aus derselben Fertigung. Dann altern Belag, Wand und Möbel im selben Ton, statt nach drei Jahren dreimal unterschiedlich auszusehen.
Pflege
Unbehandelt vergraut die Terrasse gleichmäßig silbergrau — für viele der gewünschte Zustand, und für die Haltbarkeit ohne Bedeutung. Wer den warmen Braunton behalten will, ölt die Fläche in Abständen nach. Wie oft, hängt von Ausrichtung und Witterung ab; eine offene Südterrasse braucht deutlich mehr Zuwendung als eine überdachte.
Ansonsten gilt für Thermoholz dasselbe wie für jeden Außenbelag: Laub und Schmutz nicht über den Winter liegen lassen, damit die Fläche abtrocknen kann.
Terrassenbeläge im direkten Vergleich
Auf der Materialseite geht es um Herkunft und Verhalten des Holzes. Auf der Terrasse zählt etwas anderes: wie sich der Belag im Sommer anfühlt, ob er splittert, ob man ihn nach Jahren wieder herrichten kann. Das ist die Einordnung, die wir im Beratungsgespräch geben.
| Belag | Barfuß im Sommer | Splittern | Auffrischbar | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Thermoholz Kiefer | Erwärmt sich wie Holz, nicht wie Kunststoff | Gering, weil das Holz kaum arbeitet | Ja — abschleifen und ölen | Formstabil und barfußtauglich, Farbton über Ölpflege steuerbar |
| WPC | Heizt sich in der Sonne deutlich stärker auf | Splittert nicht, kann aber aufquellen | Nein — Kratzer und Flecken bleiben | Pflegeleicht, dafür in Haptik und Alterung kein Holz |
| Bangkirai und Tropenhölzer | Erwärmt sich wie Holz | Neigt zu Rissen und Spänen an der Oberfläche | Ja, allerdings mit Ausblutungen | Sehr hart und dauerhaft, ökologisch und in der Lieferkette heikel |
| Lärche und Douglasie | Erwärmt sich wie Holz | Nimmt mit der Verwitterung zu | Ja | Günstiger Einstieg, arbeitet aber deutlich mehr als Thermoholz |
Die Angaben beschreiben das übliche Verhalten der Materialgruppen, nicht Messwerte einzelner Produkte. Welcher Belag passt, hängt an Ausrichtung, Nutzung und Budget — darüber sprechen wir vor der Planung.
Wie ein Terrassenprojekt abläuft
Vom ersten Anruf bis zur fertigen Fläche — damit klar ist, worauf Sie sich einlassen.
- 01
Gespräch
Sie schildern das Vorhaben, wir sagen Ihnen, ob Thermoholz dafür die richtige Wahl ist — und wenn nicht, warum.
- 02
Aufmaß vor Ort
Wir sehen uns Untergrund, Höhen, Entwässerung und Anschlüsse an. Ohne diesen Termin gibt es keine belastbare Zahl.
- 03
Planung und Angebot
Aufbau, Materialmenge, Verlegerichtung und Ergänzungen werden festgelegt. Sie bekommen ein Angebot, das die Ausführung abbildet, nicht nur das Material.
- 04
Fertigung
Zuschnitt und Vorbereitung laufen in unserer Manufaktur, mit Holz aus dem Schwarzwald.
- 05
Montage
Unterkonstruktion, Belag und Anschlüsse setzen wir selbst. Ein Ansprechpartner für die gesamte Fläche.
Was eine Thermoholz-Terrasse kostet
Zur Orientierung: Wer nur das Holz kauft, zahlt weniger — und trägt Konstruktion, Befestigung und Montage selbst. Der Komplettpreis enthält beides. Bei schwierigem Untergrund kommt der Unterbau obendrauf.
- Material Thermoholz
- 178,50 € / m² inkl. MwSt.150,00 € netto · Nur das Holz, ohne Konstruktion und ohne Montage
- Fassade oder Terrasse komplett
- 297,50 € / m² inkl. MwSt.250,00 € netto · Inklusive Unterkonstruktion und Montage durch unser Team
Nicht enthalten
- Erdarbeiten und Fundamente
- Stufen, Podeste und Höhenversatz
- Sonderprofile und Sonderanfertigungen
- Sichtschutz, Geländer und ergänzende Bauteile
- Rückbau und Entsorgung vorhandener Beläge
Was den Preis nach oben oder unten bewegt
- Größe der Fläche und Aufwand im Zuschnitt
- Zustand und Tragfähigkeit des Untergrunds
- Notwendige Aufbauhöhe und Art der Unterkonstruktion
- Verlegerichtung, Dielenformat und Fugenbild
- Anschlüsse an Schwellen, Stufen und Entwässerung
- Sichtschutz, Lamellenwände und Einfassungen
- Anfahrt und Zugänglichkeit
PRUEFEN: Eine ehrliche Preisspanne pro Quadratmeter — getrennt nach Belag und Unterbau — gehört an diese Stelle. Sie ist der am häufigsten gesuchte Einzelinhalt zum Thema. Angegeben ist der Preis je Quadratmeter inklusive 19 % Mehrwertsteuer; der Nettobetrag steht jeweils daneben. Es handelt sich um Orientierungswerte, nicht um ein verbindliches Angebot. Stand September 2026.
Wie eine fertige Terrasse aussieht.



Illustrationen des Aufbauprinzips — keine GENA-Referenzprojekte.
Fachlicher Hintergrund
Die hier beschriebenen Eigenschaften thermisch modifizierten Holzes beruhen auf dem allgemein dokumentierten Verfahren der thermischen Holzmodifikation. Zum Verfahren und zur Materialforschung informiert das Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI, zur Rolle von Holz als Kohlenstoffspeicher die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe. Angaben zu unserem eigenen Verfahren, zur Holzherkunft und zu Preisen stammen von GENA Massivholz Manufaktur.
Fachlich verantwortlich: Daniel Gießler, Inhaber der GENA Massivholz Manufaktur, Nordrach im Schwarzwald · Stand September 2026
Häufige Fragen
Gehört die Unterkonstruktion zum Angebot?
Ja. Wir bauen die Terrasse komplett, einschließlich der Unterkonstruktion, der Befestigung und der Montage vor Ort. Wer nur das Material braucht, bekommt von uns ebenso die Dielen allein.
Kann Thermoholz für die Unterkonstruktion verwendet werden?
Nur bedingt. Thermoholz ist durch die Behandlung spröder und eignet sich vor allem als Deckbelag und Bekleidung. Die Unterkonstruktion muss konstruktiv auf die Eigenschaften des Materials ausgelegt oder aus einem anderen geeigneten Holz gefertigt werden. Genau für solche konstruktiven Lösungen ist unsere Manufaktur zuständig.
Sieht man Schrauben auf der fertigen Terrasse?
Nein. Wir befestigen verdeckt über innenliegende Edelstahlschrauben, verdeckte Gewindeverbindungen und Verdübelungen. Auf den Sichtflächen bleibt kein Schraubenkopf.
Wie lange dauert der Bau einer Terrasse?
Das hängt von Fläche, Untergrund und Umfang der Anschlüsse ab. Einen verbindlichen Termin nennen wir nach dem Aufmaß vor Ort — vorher wären es geraten Zahlen.
Kann eine bestehende Terrasse überbaut werden?
Oft ja, wenn Tragfähigkeit, Gefälle und Belüftung stimmen und die Aufbauhöhe ausreicht. Das lässt sich nur vor Ort beurteilen — genau dafür ist das Aufmaß da.
In welchem Umkreis baut GENA?
Der Schwerpunkt liegt im Schwarzwald und in der Ortenau, gearbeitet wird darüber hinaus in ganz Baden-Württemberg und bei größeren Projekten auch weiter. Fragen Sie einfach für Ihren Ort nach.
Lassen Sie uns Ihre Terrasse ansehen.
Schildern Sie uns kurz die Fläche und den Untergrund. Alles Weitere klären wir beim Aufmaß vor Ort.
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