
Thermoholz-Fassade: Planung, Aufbau und Montage
Auf einen Blick
- Material
- Thermoholz aus dem Schwarzwald
- Aufbau
- Hinterlüftet, mit Unterkonstruktion
- Leistung
- Planung, Fertigung, Montage
- Details
- Fenster, Ecken, Sockel, Übergänge
- Alterung
- Gleichmäßige Vergrauung oder Ölpflege
Eine Holzfassade entscheidet sich nicht am Brett, sondern an den Details: Aufteilung, Hinterlüftung, Anschlüsse an Fenster und Ecken. Wir planen sie komplett und montieren sie selbst.
Kurz erklärt
Plant GENA die Fassade oder verkauft nur das Holz?
Beides ist möglich. Planen wir die Fassade, gehören dazu die Wahl des Profils, die Aufteilung der Flächen, die Unterkonstruktion und die Detailanschlüsse an Fenstern, Ecken, Sockel und Dachrand — anschließend fertigen und montieren wir selbst. Wer nur das Material braucht, bekommt von uns ebenso das Fassadenholz allein.
Warum ist die Hinterlüftung so wichtig?
Weil eine Holzfassade nicht dadurch hält, dass sie dicht ist, sondern dadurch, dass sie trocknen kann. Zwischen Bekleidung und Wandaufbau muss Luft zirkulieren, damit Feuchtigkeit abgeführt wird. Ohne funktionierende Hinterlüftung ist auch das beste Material nur eine Frage der Zeit.
Was eine Fassade zusammenhält
Sichtbar ist am Ende nur das Holz. Ob die Fassade in zwanzig Jahren noch gut aussieht, entscheidet sich aber hinter der Bekleidung: an der Unterkonstruktion, am belüfteten Zwischenraum, an der Ausbildung von Sockel und Dachrand.
Konstruktiver Holzschutz heißt vor allem, Wasser gar nicht erst stehen zu lassen und dem Holz die Möglichkeit zu geben, wieder abzutrocknen. Alles andere — Materialwahl, Anstrich, Pflege — kommt danach. Deshalb beginnt eine Fassadenplanung bei uns beim Aufbau und nicht bei der Optik.
Thermoholz spielt in diesem Aufbau seine Stärke aus: Es nimmt weniger Feuchtigkeit auf und bewegt sich weniger als unbehandeltes Holz. Fugenbilder bleiben ruhiger, Verzug und Schüsselung fallen geringer aus — gerade bei großen, zusammenhängenden Flächen ist das der sichtbare Unterschied.
Aufteilung und Ausrichtung
Vertikal oder horizontal ist keine reine Geschmacksfrage. Die Ausrichtung verändert die Proportion des Gebäudes, sie bestimmt, wie Wasser an der Fläche abläuft, und sie legt fest, wie Stöße und Anschlüsse gelöst werden müssen.
Genauso wichtig ist die Aufteilung: wo Stöße sitzen, wie die Fläche um Fenster herum geführt wird, ob Öffnungen eingefasst oder überlaufen werden. Das sind die Entscheidungen, die eine Fassade entweder ruhig wirken lassen oder unruhig — und sie fallen in der Planung, nicht auf der Baustelle.
- Ausrichtung und Profilwahl passend zum Gebäude
- Unterkonstruktion und belüfteter Zwischenraum
- Aufteilung der Flächen, Lage der Stöße
- Anschlüsse an Fenster, Türen, Ecken und Sockel
- Übergänge zu Dachrand und angrenzenden Materialien
Wie die Fassade altert
Unbehandelt vergraut eine Thermoholz-Fassade — gleichmäßig dort, wo sie gleichmäßig bewittert wird. Genau das ist der Punkt, an dem Planung wieder ins Spiel kommt: Ein weit überstehendes Dach oder ein Balkon schützt Teilflächen, und diese Flächen vergrauen langsamer als der Rest. Wer eine einheitliche Alterung möchte, muss das im Entwurf berücksichtigen.
Die Alternative zum Vergrauen ist Ölpflege: Sie hält den warmen Ton und muss dafür in Abständen wiederholt werden. Beides ist legitim. Wichtig ist nur, sich vorher zu entscheiden — nachträglich eine ungleich vergraute Fassade zu vereinheitlichen, ist deutlich aufwendiger.
Profile im Vergleich
Das Profil entscheidet über das Fugenbild und damit über die Wirkung der ganzen Fläche — und es entscheidet mit, wie gut die Hinterlüftung funktioniert. Diese vier Varianten setzen wir am häufigsten ein.
| Profil | Fugenbild | Hinterlüftung | Wirkung | Zu beachten |
|---|---|---|---|---|
| Rhombus | Offene Schattenfuge zwischen den Leisten | Sehr gut, die Fuge bleibt dauerhaft offen | Plastisch, modern, starke Schattenwirkung | Der Untergrund ist sichtbar — dahinter gehört eine schwarze, UV-beständige Bahn |
| Trapez | Schmale, ruhige Schattenfuge | Gut | Zurückhaltend und technisch | Die Kanten müssen sauber geschnitten sein, sonst fällt jede Abweichung auf |
| Nut und Feder | Geschlossene Fläche ohne offene Fuge | Über die Konterlattung, nicht über die Fuge | Flächig und ruhig, klassische Holzfassade | Die Unterkonstruktion muss die Belüftung allein sicherstellen |
| Offene Lamelle | Breite, bewusst gesetzte Fuge | Sehr gut | Leicht, durchlässig, halbtransparent | Eignet sich für Vorsatzschalen und Sichtschutz, nicht als dichte Gebäudehülle |
Welches Profil passt, entscheidet die Architektur — nicht der Lagerbestand. Sonderprofile fertigen wir projektbezogen nach Zeichnung.
Wie ein Fassadenprojekt abläuft
Fassaden sind Planungsarbeit. Der größere Teil der Entscheidungen fällt, bevor das erste Brett an der Wand hängt.
- 01
Gespräch und Unterlagen
Gebäude, Bestand und Vorstellungen. Bei Neubauten arbeiten wir mit den Planunterlagen, im Bestand mit dem, was vor Ort steht.
- 02
Aufmaß vor Ort
Wandaufbau, Untergrund, Öffnungen, Sockel und Dachrand. Grundlage für alles Weitere.
- 03
Fassadenplanung
Profil, Ausrichtung, Aufteilung, Unterkonstruktion und alle Detailanschlüsse werden festgelegt.
- 04
Fertigung
Zuschnitt und Vorbereitung in unserer Manufaktur, aus Thermoholz eigener Herkunft.
- 05
Montage
Unterkonstruktion und Bekleidung setzen wir selbst — inklusive der Details, an denen sich Fassaden entscheiden.
Was eine Thermoholz-Fassade kostet
Zur Orientierung: Material allein oder die fertig montierte Fassade mit Unterkonstruktion. Der Aufwand steckt in den Anschlüssen, nicht in der freien Fläche — deshalb bewegen die Punkte rechts den Preis am stärksten.
- Material Thermoholz
- 178,50 € / m² inkl. MwSt.150,00 € netto · Nur das Holz, ohne Konstruktion und ohne Montage
- Fassade oder Terrasse komplett
- 297,50 € / m² inkl. MwSt.250,00 € netto · Inklusive Unterkonstruktion und Montage durch unser Team
Nicht enthalten
- Erdarbeiten und Fundamente
- Stufen, Podeste und Höhenversatz
- Sonderprofile und Sonderanfertigungen
- Sichtschutz, Geländer und ergänzende Bauteile
- Rückbau und Entsorgung vorhandener Beläge
Was den Preis nach oben oder unten bewegt
- Fläche, Geschosszahl und Gerüstbedarf
- Zustand des Untergrunds und Art der Unterkonstruktion
- Profil, Ausrichtung und Aufteilung
- Anzahl und Ausbildung der Fenster- und Türanschlüsse
- Ecken, Sockel, Dachrand und Übergänge zu anderen Materialien
- Zugänglichkeit des Gebäudes
PRUEFEN: Preisspanne pro Quadratmeter und die üblichen Gerüstkosten müssen von GENA freigegeben werden, bevor diese Seite live geht. Angegeben ist der Preis je Quadratmeter inklusive 19 % Mehrwertsteuer; der Nettobetrag steht jeweils daneben. Es handelt sich um Orientierungswerte, nicht um ein verbindliches Angebot. Stand September 2026.
Wo sich eine Fassade entscheidet.



Illustrationen des Aufbauprinzips — keine GENA-Referenzprojekte.
Fachlicher Hintergrund
Die hier beschriebenen Eigenschaften thermisch modifizierten Holzes beruhen auf dem allgemein dokumentierten Verfahren der thermischen Holzmodifikation. Zum Verfahren und zur Materialforschung informiert das Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI, zur Rolle von Holz als Kohlenstoffspeicher die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe. Angaben zu unserem eigenen Verfahren, zur Holzherkunft und zu Preisen stammen von GENA Massivholz Manufaktur.
Fachlich verantwortlich: Daniel Gießler, Inhaber der GENA Massivholz Manufaktur, Nordrach im Schwarzwald · Stand September 2026
Häufige Fragen
Welche Profile sind für eine Thermoholz-Fassade möglich?
Die Profilwahl richtet sich nach Gebäude, gewünschter Wirkung und Ausrichtung der Fläche. Wir legen sie gemeinsam in der Planung fest, statt sie aus einem Katalog vorzugeben — welche Profile im Einzelfall infrage kommen, klären wir im Beratungsgespräch.
Ist eine Holzfassade pflegeintensiv?
Nicht zwangsläufig. Wird die Vergrauung akzeptiert, ist der Pflegeaufwand gering — entscheidend ist der konstruktive Aufbau, nicht der Anstrich. Soll der warme Farbton erhalten bleiben, kommt Ölpflege in Abständen dazu.
Vergraut die Fassade gleichmäßig?
Nur dort, wo sie gleichmäßig bewittert wird. Geschützte Bereiche unter Dachüberständen oder Balkonen vergrauen langsamer. Ob das gewünscht ist oder vermieden werden soll, gehört in die Planung.
Eignet sich Thermoholz für Neubau und Bestand?
Für beides. Beim Neubau arbeiten wir mit den Planunterlagen, im Bestand entscheidet das Aufmaß vor Ort — vor allem Wandaufbau, Untergrund und die vorhandenen Anschlusssituationen.
Übernimmt GENA auch Fassade und Terrasse zusammen?
Ja, und das ist der Regelfall. Fassade, Terrasse und Außenmöbel aus demselben Material und derselben Fertigung altern gleich und wirken als Einheit. Ein Ansprechpartner für den gesamten Außenbereich.
Sprechen wir über Ihre Fassade.
Neubau oder Bestand, ein paar Fotos und die ungefähre Fläche genügen für den Einstieg.
Anfrage stellen


